Wir über uns
Firmung in Maria Frieden
Weihbischof Dr. Bündgens hat am 17. Juni 2011 50 Jugendlichen aus der Pfarre Maria Frieden und einer jungen Frau in der Kirche St. Johann das Sakrament der Firmung gespendet.
Über ein halbes Jahr hatten sich die jungen Leute in Diskussionsrunden, Bibelarbeiten, kreativem Gestalten und während eines Wochenendes in Aachen auf dieses Ereignis vorbereitet. Begleitet wurden sie von sechs jungen, sehr engagierten Gruppenleitern, die wesentlich dazu beitrugen, dass neben der ernsthaften Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte und dem Glauben unserer Kirche auch der „Spaßfaktor“ nicht zu kurz kam. Den Firmgottesdienst haben die Jugendlichen mit Texten, Fürbitten und Lesungen selbst mitgestaltet. Für alle, die nicht dabei sein konnten, hier einige kurze Auszüge:
So fern und doch so nah ...
DU bist der, der da ist -
so fern und doch so nah ist.
DU stärkst mir den Rücken,
so dass ich gehen kann ohne Krücken.
Gibst mir jeden Tag neue Kraft,
so dass in mir keine Lücke ( mehr ) klafft.
Jeden Tag aufs Neue hilfst DU mir,
soviel, dass ich es nicht vermag genug zu danken DIR.
Daher weiß ich genau, ich stehe nie alleine,
sei es wenn ich lache, aber auch wenn ich weine.
Denn DU bist der, der da ist.
Nie wirklich fern, sondern immer nah ist.
Viktoria B.
.
.
.
.
Firmbewerber aus Maria Frieden am „Zug der Erinnerung“ in Krefeld
„… viele wollten gar nicht mit uns sprechen“, berichten einige Firmbewerber von ihren Versuchen, mit Passanten über die Aktion „Zug der Erinnerung“ ins Gespräch zu kommen und zeigen sich dann doch beeindruckt von den Reaktionen derer, die Rede und Antwort stehen, als sie aufgewühlt von der Ausstellung kommen.
Zuvor hatten sich die jungen Leute in der Ausstellung auf Gleis 5 selbst ein Bild von den Schicksalen der jüdischen Kinder und Jugendlichen (auch aus Krefeld!) während der Naziherrschaft gemacht. Schon in der vorangegangenen Einführung eines Zugmitarbeiters hatten sie von den Versteigerungen des enteigneten Besitzes, von Verfolgungen und den unmenschlichen Bedingungen der Deportationen gehört. Neu war ihnen, welch unrühmliche Rolle die Deutsche Bahn (damals noch Reichsbahn) dabei spielte: Sie ließ sich den Transport in Zwangsarbeit und Tod und sogar
die 1. Klasse-Fahrkarten der SS-Leute von den Juden bezahlen.
Die Enge im Ausstellungszug, die schlechte Luft trotz der weit geöffneten Fenster, die beklemmende Stille trotz der vielen Menschen vor den Schautafeln … all das ließ die Jugendlichen das Grauen von damals ahnen.
Still und nachdenklich waren die anschließenden Gespräche in den Kleingruppen. Wie konnte das geschehen? Warum war es so schwer, Widerstand zu leisten? Wer trägt die Verantwortung? Was haben uns Großeltern und Eltern erzählt? Wie wäre es mir gegangen, wenn ich damals gelebt hätte? Hätte ich eine Freundschaft mit einem jüdischen Jugendlichen trotz der Verfolgungen aufrecht erhalten? … und natürlich auch: Warum besuchen wir mit der Firmgruppe so eine Ausstellung? Hat das was mit unserem Glauben zu tun?
Das Fazit am Ende eines bedrückend eindrücklichen Tages:
„So eine Ausstellung ist gut, damit man nicht vergisst!“
Brigitte Schmitz
Gemeindereferentin
.
.
Der Heilige Geist Gedanken der Firmanden 2010:
Er spendet Kraft und Zuversicht
Er währt ewig wie das Licht
Er hilft bei jeder Tat
Mit einem guten Rat
Er ist immer da
Er ist immer nah
Vor allem bei Gefahr
Wie du weißt
Ist er der Heilige Geist
Alex und Dominik

Wer spendet Kraft und Segen
Wer ist auf all‘ unsren Wegen
Wer kommt hinab mit dem Wind
bleibt ewig beim neugebornen Kind
Wer ist da in Not und Trauer
wer bleibt auf des Lebens Dauer
Alles ist er - und sind wir auch verreist
er begleitet uns
der Heilige Geist
NN
.
.
Die Einsicht in die Tiefe
der Wirklichkeit
Die Erkenntnis wirklicher
Zusammenhänge und was dahinter steht
Die Stärke nicht die Gewalt
sondern
Ausdauer, Verlässlichkeit, Durchhalten
Die Gottesfurcht
Respekt und Ehrfurcht
vor Gott
Tamara
.
Einsicht
die Wirklichkeit
Erkenntnis von Zusammenhängen
Stärke Ausdauer Verlässlichkeit Durchhalten
Gottesfurcht
Tamara
Eure Meinung zur Aachenfahrt:
Also ich persönlich fand, wir haben das Beste aus der Fahrt gemacht. Die Spiele waren nicht so gut, essen und zimmer auch nur annehmbar. Am besten fand ich jedoch, dass ich die meisten einigermaßen kennen gelernt habe.
-Rainer E.
Eigentlich war Aachen gar nicht so schlecht, weil die Freizeit die primitiven Spiele wieder wett gemacht hat. Das Spiel Alcatraz möchte ich jedoch erwähnen, denn das war einigermaßen lustig.
Das Essen war mittelmäßig.
-Alexander J.
Ich fand die Firmvorbereitungsfahrt nicht so gut, weil wir irgendwie gar nicht über Gott gesprochen haben sondern den ganzen Tag nur gespielt haben.
-Janis E.
Ich finde, dass die Fahrt gelungen ist, da wir uns zuerst einmal alle besser kennengelernt haben und so dann direkt auch ein gutes Team geworden sind. Die Gruppenstunden waren meist sehr lustig und abwechslungsreich, sodass wir nie Langweile bekommen haben. Außerdem war das Gebäude und die Umgebung echt schön, wodurch man vieles miteinander, ob drinnen oder draußen, unternehmen konnte.
-Matthäus A.
Ich fand Aachen gut für die Gruppe, wir haben uns untereinander besser kennengelernt und gut verstanden.
-Charlotte F.
Aber so mit den Anderen war‘s eigentlich ganz lustig in der Freizeit, die wir hatten, nur die hätte länger sein können.
-Lukas P.
Ich fand das eigentlich relativ gut da...
Also die Spiele und so waren eigentlich okay… Die Freizeit natürlich auch und das Essen war zwar gewöhnungsbedürftig aber ok.
-Katharina Steinscherer
Es war eine schöne Fahrt, da wir uns alle mal richtig kennen gelernt haben. Die schöne Zeit hat uns zusammen geschweift, weil wir zusammen die Aufgaben überwältigen mussten und es hat viel Spaß gemacht.
-Natascha S.
Ich denke vom Programm her schon ganz ok, nur die Kleinkindspielchen waren ätzend aber die Freizeit war besser.
-Dominik S.
Die Fahrt nach Aachen hat uns sehr viel Spaß gemacht, das Essen war zwar nicht besonders gut und unsere Herberge lag in einem Funkloch aber die täglichen Aktivitäten fanden wir toll, da sie den Zusammenhalt der Gruppe gestärkt haben.
-Madita K.
Ich fand‘s super und besonders gut dass wir durch die ganzen Spiele alle ein bisschen näher zusammengerückt sind und uns besser kennen gelernt haben. Auch wenn wir uns die meiste Zeit über die Spiele lustig gemacht haben, haben sie ihren Zweck meiner Meinung nach gut erfüllt.
-Stefanie B.
Danke an Kati, die alle Kommentare gesammelt hat!!
.
Ergebnis des Workshops "Zukunft" von der Firmfahrt zum Rolleferberg
Die Zukunft
Was die Zukunft bringt, das weiß man nicht,
drum schreiben wir hier ein Gedicht.
Die Vorstellungen sehen verschieden aus,
genauso wie bei Katz‘ und Maus.
Wir haben zum Beispiel keine Ahnung, was die Zukunft bringen soll;
wir finden unser Leben, wie es in der Gegenwart ist, toll.
Doch man sollte mal darüber nachdenken,
so kann man die Zukunft in `ne richtige Richtung lenken.
Denn die Zukunft ist wichtig,
einen Beruf zu haben, ist richtig.
Berufe können vieles bringen,
das mag vielleicht etwas komisch klingen.
Viel Geld und Wohlstand ist das Wort,
aus diesem Grund ziehen viele aus ihren Dörfern fort.
Jeder wünscht für alle Zukunft
sich ein reiches, schönes Leben.
Darum muss Freud‘ und Liebe
anderen Menschen recht viel geben.
Freudlos bleibt, wer nur bedacht ist,
alles gierig zu erraffen.
Nur das Geben und Schenken
kann ein wahres Glück uns schaffen.
Andreas, Matthäus, Anna, Florian, Thomas, Katharina.
.
Gedanken von Firmbewerbern über die sieben Gaben des Heiligen Geistes:
.
Heiliger Geist...
...man sagt, du sendest uns sieben Gaben:
Weisheit, Einsicht, Erkenntnis, Rat, Stärke, Frömmigkeit und Gottesfurcht
Das sind große Worte - aber was steckt dahinter?
Weisheit: Lebenserfahrung vielleicht, Intelligenz und Wissen?
Einsicht: soll ich meine Fehler zugeben lernen? Vertrauen haben und Toleranz?
Erkenntnis: damit wir Zusammenhänge verstehen und uns Wissen aneignen können?
Rat: Rat kann ich nur geben, wenn ich Menschenkenntnis habe
Rat annehmen will ich nur von jemandem, dem ich vertraue
Stärke: die brauche ich zum Durchhalten, Charakterstärke auch und Selbstvertrauen
und Mut
Frömmigkeit: das ist nicht so ganz einfach: an Gott glauben, beten, Gott vertrauen
Und dann noch Gottesfurcht: stimmt, manchmal habe ich Angst, weil Gott so unberechenbar ist.
Meint Gottesfurcht, dass ich Gott respektieren soll,
ihn nicht herabwürdigen oder meinen, ich käme ohne ihn klar?
Heiliger Geist – auch wenn ich nicht bis ins Letzte verstehe, was du uns schenkst –
ich vertraue auf deine Unterstützung,
bin mir sicher, dass alles, was von dir kommt,
gut ist und mich weiter bringt.
.
.
Gott, du bist für mich...
... mein bester und treuester Freund
... ein Wunder
... ein Rätsel. Ich weiß nicht, ob du existierst
... unerreichbar
... eine haltende, mich tragende und beschützende Hand
... unergründlich
... jemand, der mich liebt, so wie ich bin
... jemand, dem ich vertrauen kann
... eine Blume in der Wüste
... das Licht im Dunkeln
... die Energie, die die Menschen am Leben hält
... der Wille im Menschen, der sie schwierige Situationen meistern lässt
... jemand, der mir Hoffnung schenkt
... wie ein guter Freund, von dem man nicht vieles weiß
... ein wichtiger Teil meines Lebens
... Musik, die mich vor Glück weinen lässt
... ein offenes Buch, eine Geschichte, die nie zuende geht
.
.
... und hier könnte stehen, was dir so alles einfällt zur aktuellen Firmvorbereitung. Schicke doch einfach Fotos, Texte, Gedichte, Gedanken...